Heilung durch Rückführung in frühere Leben

Kann uns die Vergangenheit helfen, geheilt unsere Zukunft zu leben?

Erfahrungsbericht über eine Rückführung in Hypnose

Ausgangssituation

Ich befand mich in einem Zustand, in dem ich Ablehnung auf mehreren Ebenen erfahren hatte – einerseits im partnerschaftlichen Bereich, andererseits im beruflichen Bereich. Ich bewegte mich in einem Raum zwischen Anerkennung und geliebt werden, dann, wenn ich so war, wie die anderen es wollten und ich mich nach den von ihnen aufgestellten Regeln verhielt. Gleichzeitig erfuhr ich Ablehnung, wenn es darum ging, meine speziellen Wünsche erfüllt zu sehen, die mir Fortschritt und Perspektive verschaffen sollten.

Der „Zufall“ hatte mir darüber hinaus noch den Kontakt zu meiner ersten großen Liebe beschert. Hier bahnte sich seit einigen Wochen eine Klärung an: Warum trennten wir uns damals? Warum konnten wir uns bis heute nicht vergessen? Und was ist der Grund, warum wir uns nach über 30 Jahren wieder begegnet sind?

Nun hatten sich sämtliche Emotionen verdichtet – gleich einem „Knäuel“ von Ängsten, Unsicherheit und Hilflosigkeit begleitet von den Fragen: Was muss ich tun, was darf ich nicht tun, um nicht wieder eine Erfahrung von Ablehnung machen zu müssen?
Das Sinnbild eines dicken, alten Holzstempels, der von unsichtbarer Hand geführt gleich einem Hammerschlag das Wort „Ablehnung“ gnadenlos auf weißem Papier bescheinigte, verfolgte mich plötzlich und ging mir nicht mehr aus dem Sinn.

Dazu quälte mich seit zwei Wochen eine Bronchitis, die einfach nicht heilen wollte.

Therapeutische Maßnahme

Wenn uns etwas körperlich schmerzt, gehen wir zum Arzt, lassen die Ursachen diagnostizieren und verlassen uns darauf, dass er eine Therapie vorschlägt, die für immer Abhilfe schafft.

Aber was ist mit meiner Seele? fragte ich mich. Was mache ich, wenn Emotionen mich quälen, Ängste verfolgen und ich das Gefühl habe, keinen Ausweg mehr zu finden. Gibt es hierfür ein „Medikament“?
Ich wandte mich an Maria, die mir eine Rückführung in Hypnose empfahl. Ich kenne Maria schon sehr lange und habe sie in all den Jahren als eine einfühlsame Begleiterin erfahren, die mich in meinen Prozessen der Selbsterkenntnis erfolgreich unterstützte.

Sie erklärte mir vor der Rückführungssitzung alle Einzelheiten und versicherte, dass ich mich an alles erinnern werde, was während der Sitzung gesprochen wird – seien es ihre Fragen in die Rückführung, als auch meine Antworten darauf.
Besonders wichtig war mir bei der Rückführungstherapie, dass es keine Interpretationen des Therapeuten gibt. Der Therapeut erfragt alles aus meinem eigenen Selbst heraus – es ist, als wenn gespeicherte Daten von der Festplatte eines Computers abgerufen werden: Ich bin diejenige, die sich in der Rückführung die Bilder ihrer eigenen Erlebnisse anschaut, welche meine Seele über all meine gelebten Leben hinweg aufgezeichnet bzw. abgespeichert hat. Deshalb kann auch nur ich allein in der Rückführung die Emotionen wiedergeben, die meine Seele im Zusammenhang mit diesen Erlebnissen erfahren hat.

Die Reise in die Vergangenheit

Mein „Ablehnungsthema“ habe ich vorher ausführlich mit Maria besprochen, so dass sie die Fragestellungen auf meiner Reise in die Vergangenheit entsprechend ausrichten konnte.
Ich durfte es mir auf einer Matratze mit einer Decke bequem machen. Danach wurde ich von ihr mit schönsten Bildern in eine tiefe Entspannung geführt, Marias Stimme immer klar bei mir. Ich war einerseits hellwach, mein Körper und meine Sinne ruhten dabei aber in einem Zustand des sicheren Aufgehobenseins.
Ich gebe hier nicht den Weg, die Art und Weise der Fragen wieder, sondern beschränke mich auf die Beschreibung von Orten und Situationen, die sich in faszinierender Klarheit vor meinem inneren Auge zeigten. Es war wie ein Film, in dem ich Zuschauerin war und mich gleichzeitig als Akteur sehen konnte. Manche Bilder habe ich durch Beschreibung von Emotionen ergänzt, die teilweise unausgesprochen blieben, die ich aber real wahrnahm.

Tor 1
Das Tor zum ersten Leben, welches ich betrachten wollte, zeigte sich mir in einer schönen Handwerksarbeit aus honigfarbenem Holz. Daran befand sich ein Knauf, gleich einem Ring, den man an die Tür schlägt, damit sie geöffnet wird.
Ich öffnete die Tür und fand mich auf einem Marktplatz wieder. Ich trug einfache Sandalen und hatte ein langes Kleid aus einem groben, grauen Stoff an. Ich hieß Sarah, war eine junge Frau von 24 Jahren und lebte in Belgien im Jahr 1620.
Auf dem Marktplatz schlenderten nur wenige Menschen umher. Keiner kam mir bekannt vor. Ich fühlte mich wohl. Es war ein sonniger Tag und ich bildete mir ein, dass meine langen roten Haare noch mehr schimmerten als sonst und in einem frechen Kontrast zu meinem grauen Kleid standen.
Ich begab mich zu einem Platz, auf dem Kutschen standen, die zahlungskräftige Bürger für eine Reise buchen konnten.
Ich wollte irgendwohin und kannte einen Kutscher, der mir versprochen hatte, mich kostenlos zu befördern. Da sah ich ihn, Jonas, 27 Jahre, mit einem frechen Lächeln auf dem Gesicht, ein Hut, ähnlich einem Zylinder auf dem Kopf. Er hielt die Zügel in der Hand und schien sich zu freuen, als ich an seiner Kutsche angekommen war. Er eröffnete mir, dass er mich doch nicht mitnehmen könne, da eine Familie mit viel Geld seine Kutsche gebucht hat.
Ich war sehr traurig – die Aussicht auf Geld war Jonas mehr wert, als mir gegenüber sein Versprechen zu halten.

Ich bin sehr alt geworden in diesem Leben. Ich starb ganz alleine in einer Holzhütte in einem Wald. Beim Blick auf meinen toten Körper, die Haare immer noch leuchtend rot, empfand ich eine tiefe Traurigkeit. Ich war vor Hunger und Schwäche gestorben. Ich tat mir so leid, weil ich so alleine sterben musste und so arm.

Die Botschaft, die ich aus diesem Leben mitgenommen habe, war:
„Ich will nie wieder arm sein. Es gibt keinen Grund, sich anzupassen. – Ich habe mich angepasst, ich habe geliebt.“

Tor 2
Das nächste Leben, welches ich betrachten wollte, führte mich vor ein dunkelrotes Tor. Es war in feinstem Holz gearbeitet und glänzend lackiert. Es war ein großes Tor mit zwei Flügeln, an denen sich polierte Messingbeschläge befanden.
Ich konnte es gar nicht abwarten hindurch zu treten, wusste ich doch gleich, was mich erwarten würde.

Ich stand auf einem hellgelben Sandweg in einem wunderschönen Park. So viele Blumen, so viele Wege, alles so gepflegt. In weiter Ferne sah ich ein weißes herrschaftliches Haus auf einem Hügel und ich wusste, dass ich dort zu Hause war.
Die Sonne schien – es fühlte sich an wie ein warmer Frühlingstag. Ein großer Hut schützte mein Gesicht vor der Sonne, welcher mit seiner schwarzen Farbe meine langen blonden Haare besonders gut zur Geltung brachte. Mit einem Blick hinunter an meinem langen Kleid, dunkelrosa, aus feinstem, leicht glänzendem Stoff, stellte ich fest, dass meine schwarzen Lackschuhe trotz des staubigen Untergrundes immer noch sauber blitzten. Ich befand mich im Jahr 1814 in England und war eine junge Frau von 20 Jahren. Mein Name war Lisa.

Im Park gingen überwiegend Paare spazieren. Ich erkannte Philipp, ein etwa 1,80 m großer Mann, 28 Jahre alt, mit braunen Locken, die neckisch unter seiner Schlägermütze hervorschauten. Neben ihm ging Maria, die sich bei ihm eingehakt hatte – ein Paar, welches einen glücklichen Eindruck machte. Eigentlich war ich an diesem Tag mit Philipp verabredet, er kam aber nicht und jetzt sah ich ihn dort spazieren gehen.

Beim Anblick der beiden zog sich mein Herz zusammen. Ich liebte Philipp über alles und empfand entsetzlichen Groll gegenüber Maria, die ihn mir „weggenommen“ hatte. Sie war meine Schwester.

In der nächsten Szene, die vor dem zuvor beschriebenen Ereignis stattfand, war ich in diesem wunderschönen Haus: große Fenster, Licht durchflutete Räume mit wertvollem Mobiliar auf einem gepflegten Parkettfußboden. Rechts in einer Ecke stand ein großer Schreibtisch und dahinter stand mein Vater. Ein grauhaariger Mann, fast 70 Jahre alt, bekleidet mit einer schönen dunkelblauen Jacke.
Wir hatten eine Diskussion: Ich bat ihn, Philipp, den ich so sehr liebte, heiraten zu dürfen. Er verweigerte mir dies energisch und nannte als Grund, dass dies nicht standesgemäß wäre und er mich mit einem anderen Mann verheiraten wolle. Von der Heirat versprach er sich geschäftliche Verbindungen, die unserer Familie nützen sollten, unseren Wohlstand zu erhalten.

Somit heiratete ich Hauke, einen großen, dunkelhaarigen Mann, den ich nicht liebte. In einer Szene sah ich mich mit ihm vor unserem Bett stehen, sein begieriger Blick mit dunklen Augen – dazu mein Gefühl gleich einem Aufschrei, mich ihm nicht hingeben zu wollen.

Ich bin sehr jung an Tuberkulose gestorben. Kinder bekam ich keine. Als ich meinen toten Körper in einem großen Bett betrachtete, empfand ich mehr Freude, als Trauer über mein frühes Ableben. Da standen sie nun: mein Mann Hauke, mein Vater, meine Verwandten, die Bediensteten … sie weinten über meinen Tod und ich freute mich. Es war wie ein Gefühl, als hätte ich sämtliche Pläne durchkreuzt, mich davon gemacht, nur um einem Eheleben ohne Liebe zu entkommen, welches lediglich finanziellen Machenschaften dienen sollte.

Die Botschaft, die ich aus diesem Leben mitgenommen habe, war:
„Ich will nie wieder mit einem Mann zusammen sein, den ich nicht liebe. – Reichtum macht nicht frei. Ich hätte alles aufgeben können. – Folge Deinem Herzen.“

Die Gesamtbotschaft beider Leben, die ich betrachtet habe, lautet: „Ich habe abgelehnt und wurde abgelehnt – ich habe mich nicht aufgelehnt.“

Heilung

Nach der Rückschau wurde ich nochmals zu allen Personen geführt, die mir in diesen beiden Leben begegnet waren. Ich erkannte, dass drei von diesen Personen in meinem jetzigen Leben eine Rolle spielen – mir als Menschen wieder begegnet sind. Es sind genau die Menschen, die in mein „Drama um Ablehnung“ verflochten sind.

Dann habe ich mir – auch als Sarah und als Lisa – für alles verziehen. Meine Enttäuschungen und negativen Emotionen in einem Ritual aufgelöst – alle Menschen, denen ich in diesem und in jenen Leben begegnet bin, um Verzeihung aus ganzem Herzen gebeten. Ich habe aus der Quelle der Heilung getrunken und bin wieder hinein getreten in mein Leben – im Hier und Jetzt.

Gedanken und Gefühle nach der Rückschau

Ich habe ruhig, gelassen und fröhlich die Praxis von Maria verlassen. Ich bin in Frieden mit mir und schaue ohne Angst und mit viel Freude in meine Zukunft. Ich fühle mich gestärkt, gesund und vital – kann endlich wieder durchatmen.
Ich habe mich befreit von Anpassung, Ablehnung und Schuldgefühlen. Und ich bin sehr glücklich, hier sein zu dürfen – in diesem Leben.

Die Tage nach dieser Rückschau gestalteten sich erkenntnisreich.
Ich war gespannt darauf, ob sich das Verhältnis zu den Personen, die in meinem jetzigen Leben eine Rolle spielen, verändern würde – also die drei Personen, die mir in der Rückführung begegnet sind und durch die ich in meinem jetzigen Leben vor langer Zeit bzw. gerade erst vor einigen Tagen starke Ablehnung erfahren hatte. Ich war gespannt darauf, ob Heilung tatsächlich stattgefunden hat und wann bzw. in welcher Form sich dies in meinem Tagesgeschehen bemerkbar machen würde.
Was ich danach erlebte, war mehr als eine Offenbarung – dies hier im Einzelnen zu erzählen, würde den Rahmen eines solchen Erfahrungsberichtes sprengen. Vielleicht nur so viel:

Ich erfahre seitdem
• Liebe statt Ablehnung
• Akzeptanz statt Ablehnung
• wertschätzende Kommunikation statt Ablehnung

Ich bin überrascht, wie leicht es mir fällt
• offen für Neues zu sein, ohne Angst zu haben
• gut gelaunt und offenherzig zu sein
• jedem Menschen im absoluten Vertrauen begegnen zu können.

Alle bisherigen Erfahrungen nach der Rückführung sind solch ein Geschenk, für das ich zutiefst dankbar bin.

Mir wurde bewusst, wie sehr doch all unsere Leben miteinander verflochten sind. Wir nehmen anscheinend Aspekte, die wir noch einmal auf eine andere Art durchleben dürfen, mit in ein neues Leben sowie sämtliche dazugehörigen Emotionen. Mir wurde plötzlich klar, dass alles einen Sinn hat. Ich verstand mich in meinen Aktionen und Reaktionen. Ich habe aber auch begriffen, dass genau diese Emotionen mich daran hinderten, ohne Vorbehalte und in vollem Vertrauen mit bestimmten Menschen zu interagieren. Im Grund genommen ist dies so gewollt, weil wir genau so lernen – das ist der Weg der Erkenntnis.
Ich allerdings habe gewählt, eine Klärung über „Ablehnung“ genau in diesem Leben herbeizuführen. Ein Kreis hat sich geschlossen.

Sarah – Lisa – und ich©
im März 2010 mit Dank an Maria für ihre liebevolle Begleitung in dieser Rückführu

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